Tipps für „traveling teachers“

Hiermit möchte ich ein paar Anregungen mir euch teilen, die ich aus meiner Erfahrung als „traveling teacher“ gesammelt habe. Zu Anfang fand ich das viele Reisen inspirierend und war immer gerne „en route“. Ich bin immer noch gerne unterwegs, auf zu neuen Begegnungen und Orten, doch mit der Zeit habe ich auch die Nachteile zu spüren bekommen. Vieles Reisen erhöht massiv das bei mir eh schon präsente VATA. Ich verliere also quasi meine Erdung und damit meine Ruhe und innere Verankerung. Im Gegensatz dazu entsteht ein nervöses Nervensystem, dass sich auf das Wohlbefinden niederschlägt; die Ruhe, Konzentration, Verdauung und den Schlaf.

Da ich nicht nur „ab und zu“ sondern wirklich viel unterwegs bin, bedarf es Disziplin meinerseits, um nicht zuviel Federn zu lassen. So glamourös der Lifestyle auch klingen mag, so birgt er auch Herausforderungen.

Wir Yogalehrer leisten viel. Wir schaffen einen sicheren Raum für die Yogis, sind 100% konzentriert über mehrere Stunden, kreieren Energie, die wir halten, um Erfahrung möglich zu machen. Um das gewährleisten zu können, müssen wir in unsere eigenen Energie kraftvoll und stabil bleiben. Immer wieder kann Unvorhersehbares passieren, wie ein Ausfall von Zügen/Flügen oder Überraschungen bei der Unterkunft. Doch Einiges können wir vorab tun.

Um das Unterwegsein  geniessen zu können und um in eurer Kraft zu bleiben, achtet besonders auf folgende Punkte:

  • Timing: Ich reise zu humanen Zeiten, um in einem gesunden Tagesrhythmus zu bleiben.

 

  • Selfcare: Ich versuche regelmäßig zu essen und vergewissere mich, dass ich vor Ort auch die Möglichkeit dazu habe. ggf. nehme ich mir Snacks mit, die Energie enthalten und mein System nähren und unterstützen. Meist habe ich selbstgemachte Energiebällchen dabei.

Ich hatte schon die Situation nach einem langen Tag und wenig zu Mittag  abends im Hotel kein Essen mehr zu bekommen  und weit und breit gab es nichts ausser einen Automaten mit Erdnüssen, Chips und Schokoriegeln. Wenn dann das Frühstück ungeniessbar ist, wird es schon etwas happig. 

  • Auswahl der Unterkunft: Ich suche wenn möglich die Unterkunft selber aus, oder checke zumindest die Buchung. Nicht weil ich in Saus und Braus hausen muss, sondern da vieles Reisen Kraft kostet, die mir dann für den Unterricht fehlt. Wichtig für mich ist daher:

ein ruhiges Zimmer

Platz für die Yogamatte (ganz wichtig bei längeren Aufenthalten)

WLAN, denn ich muss nebenbei arbeiten können

Zugang zu heissem Wasser  bzw. ein Wasserkocher auf dem Zimmer 

… und ein bisschen Wohlfühlathmosphäre, denn das drückt die Wertschätzung mir selbst gegenüber aus. 

  • Appartement statt Zimmer : Ab 3 Nächten versuche ich immer ein Appartement statt Zimmer zu buchen, so dass ich mich selber versorgen kann. In jeder noch so kleinen Stadt gibt es zum Glück einen Bioladen oder ein Reformhaus. So kann ich mein gewohntes und gut verträgliches Essen zubereiten  und teueres  Essengehen vermeiden. Das summiert sich schnell, wenn man mal eine Woche unterwegs ist.

 

  • Keep your practice strong. Auch wenn es nicht immer einladen ist auf dem Teppichboden im Hotel: Yogamatte ausrollen.  Bewegung (auch gern mal einen langen Spaziergang nach dem langen Tag im Studio) reinigt die Energie und bring Kraft zurück.

 

  • Klare Absprachen: klärt sämtliches Organisatorische UND Finanzielle vorab mit eurem Gastgeber. Diese Klarheit kreiert einen respektollen Raum eures geneinsamen Schaffens. Es muss für beide Partien stimmig sein und sich gut anfühlen. Wenn dies nicht der Fall ist, leidet der Unterricht darunter und die Etappe kostet mehr Kraft als nötig. Falls ihr telefonische Absprachen trefft, könnt ihr eine Art Protokoll schreiben und im Anschluss als Mail versenden. Mails, die wichtige Infos enthalten, speichere ich ab, nach nach Workshop/TT ggf darauf zurück greifen zu können.

 

Was ich immer dabei habe:

  •  nousereduction Kopfhörer: diese helfen der Erhöhung von Vata entgegen zu wirken und unterstützten meine Abgrenzung auf langen Zugreisen.
  • Thermobecher für heisses Wasser. Kann man sich dann auch im Yogastudio oder Hotel auffüllen und mit auf das Zimmer nehmen. Die Luft in Hotelzimmern ist meist trocken und wirkt sich negativ auf die Stimme aus.
  • faltbare Travelmat
  • Teebeutel und gesunde Snacks wie Energiebällchen
  • einen warmen Schal gegen kalte Lüftung/Klimaanlage

 

Ätherische Öle

Diese sind eine großartige Unterstützung auf Reisen!

meine Favoriten für unterwegs:

  • Balance für die Erdung unter die Fusssohlen
  • Lavendel, Peace oder meine Deep Rest Mischung für extra Ruhe und Entspannung
  • Pfefferminz gegen Reiseübelkeit UND für die Konzentration
  • OnGuard in der Erkältungszeit für ein starkes Immunsystem
  • Melaleuca zur energetischen Abgrenzung
  • InTune für Fokus

Du möchtest ebenfalls ätherischen Öle zur Unterstützung nutzen? Schreib mir gerne und ich berate dich, wie du diese beziehen und gebrauchen kannst.