Konkurrenz unter Yogalehrern?!

Wie geht es euch damit? Fühlt ihr euch von Kollegen gestützt? Oder erfahrt ihr den ein oder anderen Ellenbogen?

Wahrscheinlich beides. Ich bin sehr dankbar, dass ich Freunde und Kollegen um mich herum habe, bei denen ich ein gutes Mit-und Nebeneinander erfahre. Wir lassen uns leben, schätzen die Arbeit des anderen und unterstützen uns. Wir vermitteln uns Schüler, Jobs und tauschen Inhalte aus.

Doch auch ich durfte schon weniger schöne Situationen erleben. Ursache ist meist Angst. Die Angst davor Schüler zu verlieren oder nicht ausreichend zu haben.  Angst davor, dass das Yoga nicht die nötigen Brötchen einbringt. Und die Angst davor, nicht gut genug zu sein.

Ich denke wir kennen diese Gedanken. Doch helfen sie uns nicht weiter. Der beste Ratgeber ist, im Vertrauen zu bleiben und seine eigene Praxis und Lehren zu Leben. Es gibt einen Platz für jeden von uns. Zweifel in Massen kann unseren Weg verfeinern. Gegenseitiges Unterstützen macht uns nicht kleiner, sonder bringt uns in unsere Kraft.

Je sichtbarer wir uns machen, desto kräftiger bläst der Gegenwind. Diejenigen die Tun, bieten Angriffsfläche. Das sollte uns aber nie davon abhalten, unsere Talente und Qualitäten zu teilen – unsere Wahrheit zu leben.

“Never ever take a sister down.”

Missgunst oder Neid ist nicht die Energie die dich erhebt. Wenn ich etwas wirklich gut  an jemand finde, dann ist das Inspiration und Antrieb für mich. Ich muss es ihm nicht missgönnen.

Nehme ich wahr, dass ich irritierbar werde und mein Vertrauen verliere, dann gehe ich in die Praxis. Ich nähre mich in der Meditation, verzichte (noch mehr) auf soziale Medien und kümmere mich um mich. Ich habe festgestellt, dass Erschöpfung bei mir der Grund  dafür  ist, aus meiner Kraft zu fallen und mein Vertrauen – in mich – zu verlieren. Und: geht es nicht jedem so, wir manchmal glauben nicht gut genug zu ein?

Wie geht ihr mit Konkurrenz um? Belebt sie euch? Oder lähmt sich euch?